Wahrheit ist niemals allgemein - sie ist immer persönlich.
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Wer Feuer sieht und es verschweigt, hilft mit, den Brand zu legen.
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Erwischte ich mein Kind dabei, wie es heimlich unter der Bettdecke liest, würde ich ihm Batterien für die Taschenlampe kaufen.
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Beim Nichts kommt es allein auf die Verpackung an.
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Wer glaubt, weiß es nicht.
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Demokratie ist, wenn eine Kuh sich aussuchen darf, vom wem sie gemolken wird.
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Nur die wahrhaft tiefen Begegnungen können in der Erinnerung schmerzen, alle anderen sind uns gleichgültig geworden oder wir haben sie vergessen.
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Zu den verlässlichsten Berufsgruppen zählt zweifelsohne die der Politiker. Von keiner anderen bin ich überzeugter, dass sie sich meint, wenn sie uns sagt.
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Ein Kannibale ist kein Vegetarier aber er isst Vegetarier
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Das Banale zum Existenziellen zu erheben, ist die Königsdisziplin der Dummen
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Alt zu werden in einer Welt voller Gefahren, ist eine Kunst, in der manch junger Mensch seinen Meister finden wird.
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Die Ehre tötet oft, die Würde nie.
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Zivilicourage wird meist von denen gefordert, die sich nur noch mit Bodyguards aus dem Hause trauen.
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Politiker sind komische Wesen. Während sie Eigenlob aufsaugen wie ein Schwamm Wasser aufsaugt, perlt Kritik an ihnen ab, wie Regen von einer Plastikpelerine
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Nicht was ein Mensch kann, was ihm unmöglich ist, macht sein Wesen aus.
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Versöhnung ist die Kunst, den Zauber eines Neuanfangs ein zweites Mal zu spüren.
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Es kann nichts schiefgehen. Das einzige, was passieren kann, ist, dass die Dinge einen anderen Verlauf nehmen als geplant.
«Les choses ne vont pas de travers. Tout au plus, elles prennent un autre chemin que prévu.»
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Wenn bei Geld die Freundschaft aufhört, ist es keine.
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Es ist schwer, sich an den Frieden zu gewöhnen, wenn man immer nur den Kriegen Denkmäler setzt.
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Männer benötigen im allgemeinen zwei Statussymbole - Autos und Frauen. Mit dem einen nerven sie ihre Umwelt, mit dem anderen versöhnen sie sich mit ihr.
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Wenn Haß und Liebe derart nah beieinander liegen, dann hoffe ich, dass der Haß klüger ist - und nachgibt.
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Das wichtigste politische Instrument ist der Machtwechsel. Nur so kann man die Schuld immer auf den Vorgänger schieben.
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Die Kunst, sich jünger zu machen als man ist, besteht darin, seinem tatsächlichen Alter ein paar Jahre hinzuzufügen.
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Die Fehler, die wir gemacht haben, sind die Erfahrungen, die wir machen mußten, um die Fehler zu verhindern, die wir noch machen könnten.
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Große Koalition bedeutet, dass eine Partei an der Macht ist, die von 100% der Wähler nicht gewählt wurde.
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Gerechte Strafe kann es nur von der Hand des Opfers geben. Jede andere schlägt entweder zu weich oder zu hart.
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Ein Versprechen ist so nahrhaft wie ein ungebackener Kuchen.
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Ehre bedarf keiner Gewalt. Man hat sie oder nicht.
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Menschen ohne Humor sind nicht unangenehm - sie sind gefährlich.
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Ein schlechtes Gedächtnis ist meist die beste Vergangenheitsbewältigung.
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Es sind vor allem die Moralapostel unserer Tage, denen die menschlichste aller Tugenden Angst macht - die Versöhnung. Verlören sie doch ihren Job.
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Der militärische Ausdruck für Dummheit ist Tapferkeit.
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Die Kritik der Gläubigen an den Ungläubigen richtet sich immer auch gegen den Glauben, der doch offenbar nicht in der Lage ist, zu überzeugen.
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Das Geheimnis ewiger Jugend besteht darin, schon in jungen Jahren möglichst alt auszusehen.
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Eine Fliege in einem Glas Sekt ist ein Insekt.
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Zeitmaschinen, durch die junge Leute etwas über ihre Zukunft erfahren können, gibt es schon. Sie heißen Rentner.
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Der Mensch ist die einzige Spezies, die die Zeit der Evolution genutzt hat, um sich zurück zu entwickeln.
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Beizeiten quer zu handeln erspart die Revolution.
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Kaum ein Mann denkt beim Sex an seine Frau. Es sei denn, er treibt es gerade mit einer anderen.
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Alte Menschen sind wie Bücher. Die Dummen stellen sie ins Regal, die Schlauen lesen in ihnen.
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Für ein Volk ist es völlig egal, welcher Politiker Bundeskanzler ist, welcher in der Opposition sitzt, gerade einen Skandal ausbadet oder in China ein Kraftwerk einweiht. Durchfüttern muss es sowieso alle.
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Eine schöne Frau macht einen Mann schöner, eine kluge Frau macht einen Mann klüger. Eine schöne, kluge Frau macht ihn abhängig.
"Una bella donna rende un uomo più bello, una donna intelligente rende un uomo più intelligente, una donna bella e intelligente rende un uomo dipendente."
"Los ancianos son como los libros: los tontos los meten en estanterías y los inteligentes leen en ellos."
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Eine schöne Frau, macht jeden Mann zum Liebhaber. Eine kluge Frau macht jeden Mann zum Kritiker. Eine schöne, kluge Frau macht jeden Mann unsicher.
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Lesen ist Kunst.
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Wie egoistisch müssen Eltern sein, die nur deshalb ein Kind in die Welt setzen, um einen Erben für ihr Vermögen zu haben?
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Was von uns bleibt, sind die Erinnerungen, die andere an uns haben. Sehen wir also zu, dass es gute sind.
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Das Mittel heiligt den Zweck, nicht umgekehrt. Denn selbst unter dem Deckmantel der Nächstenliebe ist der Zweck immer derselbe - es geht uns stets um uns. Um unseren Vorteil, unsere Religion oder Weltanschauung. Und nur das Mittel auf dem Weg dorthin, trennt uns in Gut und Böse.
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Mancher redet sein ganzen Leben und sagt doch weniger als das Totgeborene durch den Kummer seiner Eltern.
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Ein Königreich für die Sekunde der Erinnerung in den Gedanken eines verlorenen Freundes.
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Die Triebfeder der Kunst ist nicht Glück, sondern Leid. Leider.
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Wenn Weihnachten das Fest der Liebe ist, was ist dann der Rest des Jahres?
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In der Politik hat es Produktpiraterie schon immer gegeben. Besonders Demokraten werden gern nachgemacht.
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Wenn das Volk eine Bestimmung hat, dann die, denjenigen Männern und Frauen ein sorgenfreies Leben zu verschaffen, von denen es regiert wird.
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Auch ein Easy-Kredit muss zurückbezahlt werden.
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Mit jedem Geburtstag entfernen wir uns von denen, die uns nicht mehr gratulieren wollen und nähern uns denen, die es nicht mehr können.
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Was nutzt ein fotografisches Gedächtnis, wenn kein Film drin ist?
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Irrt nicht die Masse in Potenz?
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Kultivieren wir das gesprochene Wort, wie wir einen Garten kultivieren. Denn im Wortgestrüpp verfängt sich allzu oft der Mantel der Freundschaft.
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Der Jugend gehört die Zukunft, den Alten die Vergangenheit, dem Weisen der Augenblick.
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In der Kunst ist der Mensch seinen Göttern am nächsten, denn in ihrer unendlichen Güte beschenkt sie Verfolgte wie Verfolger gleichermassen.
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Ängste können einen nur erschrecken, wehtun muß man sich schon selbst.
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Ist nicht das Leben ein ständiger Plan B?
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Politiker sind Leute mit großen Tellern, die einen Kuchen verteilen, der ihnen nicht gehört.
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Mißtrauet allem Anschein, wo er sich nahtlos fügt. Denn das, was allzu deutlich scheint, erweist der Wahrheit sich als Feind, die, ohne Zweifel, trügt.
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Im Bemühen, die angeborene Lebenslust ihrer Kinder abzutöten, entwickeln viele Eltern eine erschreckende Effizienz.
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Spätestens bei der Scheidung verwechseln viele Menschen ihren Ehering mit einem Schlagring.
Der Mond von einem Wolkenhügel sah kläglich aus dem Duft hervor, die Winde schwangen leise Flügel, umsausten schauerlich mein Ohr. Die Nacht schuf tausend Ungeheuer, doch frisch und fröhlich war mein Mut: In meinen Adern welches Feuer! In meinem Herzen welche Glut!
Dich sah ich und die milde Freude floß von dem süßen Blick auf mich. Ganz war mein Herz an deiner Seite Und jeder Atemzug für dich. Ein rosafarbenes Frühlingswetter umgab das liebliche Gesicht, Und Zärtlichkeit für mich, ihr Götter! Ich hofft es, ich verdient es nicht.
Doch ach, schon mit der Morgensonne Verengt der Abschied mir das Herz. In deinen Küssen welche Wonne In deinen Augen welcher Schmerz. Ich ging, du standst und sahst zur Erden und sahst mir nach mit nassem Blick. Und doch, welch Glück, geliebt zu werden und lieben, Götter welch ein Glück.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Auch jetzt, da Wochen, Tage, Stunden und Augenblick vorüber sind ist nichts von Deinem Bild verschwunden und sei ich auch für manches blind. Kein Lachen, keine Traurigkeiten, kein Reden zwischen Dir und mir, und doch erscheint für alle Zeiten Dein Bild als meinem Herz zur Zier!
Und aus der Ängste schwarze Wogen folgen mir Geister in den Tag, die stets verlockend an mir zogen, sobald ich mich in Träume wag. Doch noch trau ich mich nicht hinunter, noch sperrt ein Band die letzte Tür. Schwimmt auch mein Garten längst landunter, und hegt kein Krieger Pflanz und Tier.
Geb, daß im verlor´nen Paradies nicht jede Frucht am Baum verdirbt, solang im geistigen Verlies, ein Kobold leis um Hoffnung wirbt. Es war ein kurzer Weg durchs Leben, und manche Frage blieb zurück. Doch Dich durch Dich tief zu erleben, und lieben, Götter welch ein Glück!
Weil wir zu viel vom Strom verschwenden, wird´s mit der Welt noch böse enden. Doch mangelt es uns erst an Geld, wird manche Leuchte abgestellt die vorher sinnlos brannte.
So rettet uns, man ahnt es schon, vielleicht die Wirtschaftsrezession, in der wir lernen, Maß zu halten, und einfach mal was abzuschalten, so wie man´s früher kannte.
Wenn´s im November die Studenten, geschlossen auf den Campus zieht, und man sich fragt, warum man Enten, die sonst beim Gartenbauamt pennten, noch nach wie vor an Teichen sieht, dann nennt man das, man ahnt die Strophe, wahrscheinlich Klimakatastrophe.
Weihnachten versinkt im Schnee, nur nicht hier und das tut weh. Denn wo sonst zu Glockenspielen leise rieselnd Flocken fielen, kann man heut mit Gottes Segen allenfalls noch Regen fegen.
Kommt der Mensch mit seinem Schlitten nicht mehr den Hang hinab geritten, weil sich ohne Schneekanonen Ski und Rodel kaum noch lohnen, ist's auch dem Weihnachtsmann erschwert, der ebenfalls auf Kufen fährt.
So hau ich dich, du braver Mann, dies Jahr nicht nach Geschenken an. Denn beim Versuch im Schnee zu landen, würdest du glatt im Sande stranden.
Statt dessen will ich lieber Geld, um dort, wo Schnee liegt hinzureisen, was dir gewiss auch gut gefällt, denn Geld lässt sich leicht überweisen!
Ein Hase sass an der Autobahn, sah die Autos an sich vorüberfahr´n und entdeckte am anderen Straßenrand eine Häsin, die, sich räkelnd, dort stand. Als er los wollte, sie zu besuchen, da hörte er seinen Kumpel rufen: Mensch Rudi, denkst du jetzt gar nicht mehr? Du kannst doch nicht rüber bei diesem Verkehr. Willst du, dass man dich überfährt? Vergiss das Luder, das ist es nicht wert.
Aber Rudi, voller Frühlingsgefühl, stürzte sich in das Blechgewühl. Und merkte gleich, die Sache wird heikel, denn ein Sattelschlepper aus Wanne-Eickel, dessen Ladung aus 2000 Hennen bestand, (die unterwegs waren zu einem Gourmetrestaurant), fuhr auf ihn zu in rasender Fahrt und hätte ihn fast über den Haufen gekarrt.
Doch der Fahrer sah den Rammler noch rennen, und dachte an ihn, und nicht an die Hennen, und stieg voller Inbrunst in das Pedal - kurz darauf rutschte der Laster zu Tal. Das Federvieh, noch leicht benommen, konnte aus dem Wrack entkommen. Es flüchtete in einen Wald, deshalb blieb dieses Jahr der Wienerwald kalt.
So ist die Moral, dass im Straßenverkehr, an Autos zu denken eigentlich besser wär. Nur manchmal wird einem das Leben geschenkt, weil ein anderer an seine Lende denkt.
Ich sah in den Spiegel ohne mich zu sehen, und wusste sofort, jetzt ist es gescheh´n. Und betrauerte mich, der ich so spurlos verschwand, bis ich merkte, dass ich vor einem Fenster stand.
Dann stand ich vor dem Fenster und erkannte nur mich, zumindest ein Bild, dass dem meinen glich. Und als ich erschreckt hinter mich sah, bemerkte ich, dass die Welt verschwunden war.
Geblieben nur noch ein weißes Grau, uneben, rissig und irgendwie rau. Da fiel ich zu Boden, hob die Arme und flehte bis ich merkte; hey, du kniest ja vor deiner Raufasertapete.
Jetzt hab ich verspiegelte Fenster bestellt Und wohin ich nun seh, seh ich mich – und die Welt.
Das Flüstern im Wald unter dem Tannengeäst, wo das Dunkel der Nacht uns erschaudern läßt, wo in tiefster Stille kein Laut mehr verhallt, als der Hauch unseres Atems und das Flüstern im Wald.
Längst können wir den Weg nicht mehr sehen, woher wir kamen, wohin wir gehen. Im Dunkel der Nacht, wo das Auge versagt, wo Unvertrautes uns Schrecken einjagt, da schlägt uns das Herz, da schnürt uns die Brust, und wir werden uns unserer Ängste bewußt. Und fürchten das Rascheln der Tannen, die kalt, und bedrohlich raunen und flüstern im Wald.
Die Kraft, die wir waren, der Mut, den wir hatten, verschwunden - und selbst unser Schatten verschwand, und schon bald, da zeichnet uns das Flüstern im Wald, in das Dunkel der Nacht manch düst´re Gestalt.
Und wir kauern nieder, verwundbar und blind, wund und verwundert und sind, den Ängsten wehrlos überlassen, die mit gierigen Fingern nach uns fassen, uns in schreckliche Tiefen hinabzuziehn, was gäben wir drum, diesen Ängsten zu fliehn.
Doch wir hocken im Dunkel unter dem Tannengeäst, wo das Flüstern im Wald uns erschaudern läßt. Wie gern würden wir jetzt mit den Sorglosen tauschen und können doch nichts tun, bis auf eins vielleicht - lauschen!
Novemberwind trägt von den Ästen das Laub der Bäume mit sich fort, und sucht am Horizont im Westen, des Tageslichtes letzten Hort.
Es geht der Sommer mit dem Tag und hüllt das Feld ins Nebelkleid, wo ich im Sommerroggen lag und träumte von Vergangenheit.
Doch über mir flohn längst die Gänse und Schwäne kreischend aus dem Land. Der Sommerroggen fiel der Sense, nur Stoppeln blieben noch im Sand.
So steh ich auf, knöpf mir die Jacke, und schlag die Erde aus dem Saum. Und in das Bündel das ich packe, verstau ich meinen Sommertraum.
Dann gebe ich mit klammen Fingern meine Gedanken aus der Hand. Sie steigen auf an Drachenschnüren, die reibend jene Wärme schüren, die ich durch dich im Traume fand
Weiße Schwäne auf den Feldern, deren Flug die Welt umspannt. Zwischen Ankunft, Sein und Gehen, gelingt uns kaum sie zu verstehen, was sie treibt, ist unbekannt.
Welches Wesen schlägt da Flügel meterweit in weißer Pracht? Das sich hebt auf festen Schwingen, Menschen würde nie gelingen, was dem Schwane zugedacht.
Welche Freude sie uns machen, wenn kein Zwang ihr Leben lenkt, wenn wir sie nicht an uns binden, und sie ihre Freiheit finden, haben wir uns selbst beschenkt.
Und wie beim Schwan erscheint mir manchmal, daß auch der Mensch ein Rätsel bleibt. Weil niemand seine Freiheit kennt, sein Binden nicht und was ihn trennt und unbekannt ist, was ihn treibt.
So ist der Zug des Schwanes gleich des Menschen Lebensweg. Mal tief bewußt, mal unbedacht, auf Straßen voller Glitzerpracht und mal auf dunklem Steg.
Dem Schwane wünsch ich guten Flug und stets ein reiches Feld. Und dir wünsch ich nicht Gold noch Macht, nur Mut und stete Engelswacht und alles beste dieser Welt.
Vielen Dank für deine Zärtlichkeit der letzten Nacht. Vielen Dank für die sanften Küsse auf der Haut. Dafür, daß du mein Gesicht gestreichelt hast und für den kribbelnden Hauch deines Atems in meinem Nacken. Danke dafür, daß du dich leise aus dem Bett schmiegtest um mich nicht zu wecken. Danke, daß ich es dennoch bemerkte. Danke für deine Wärme und Nähe, die ich genoß, bis mein Erwachen mich in die kalte Realität zurückholte.
Leise gingst du deiner Wege, um den Mund ein stummer Schrei. In deinen letzten Herzensschlägen, warst du gefangen und doch frei.
Was du noch sahst blieb uns verborgen, was du noch fühltest und gedacht hast, über Gestern, Heute, Morgen, am Abend deiner letzten Nacht.
Gibt es ein Licht, zieht gar das Leben, als schneller Film an uns vorbei? Oder wird sich unser Geist erheben, und körperlos gen Himmel streben, hoffend, daß dort jemand sei?
Was gäben wir, dies zu erfahren, wir kennen uns doch mit allem aus. Als deiner Äste Früchte tragen, wir Antworten auf tausend Fragen und sind dir dennoch nicht voraus.
So gingst du leise deiner Wege, doch in deinem Weiterzieh´n verstummt der Lärm der Welt als lege, sich deine Stille über ihn.